Hast du 30 Minuten für gpaed.de?

Ja, ich gebe gerne etwas Zeit zurück!
integration • Gedanken zur Integration in der Sekundarstufe 1 in Hamburg

Gedanken zur Integration in der Sekundarstufe 1 in Hamburg

in Sonderpädagogik on 07.10.08

Hallo, ich arbeite als Sonderpädagogin in den Integrationsklassen einer Gesamtschule. Bei uns in Hamburg stehen politisch gewollte Veränderungen an. Welche Auswirkungen das auf die Schule, die Situation der Integrationsschüler  – insbesondere die gb -Schüler – hat und wie wir als Pädagogen damit umgehen, möchte ich euch erzählen.

So sieht das Hamburger Integrationsmodell bisher aus: an diversen Schulen der Sekundarstufe 1 gibt es in den Jahrgängen 5 bis 10 je eine Integrationsklasse, in Ausnahmefällen auch mal zwei. Zu jeder I-Klasse gehören eine Sozialpädagogin (ganze Stelle) und eine halbe Sonderpädagogin (ganze Stelle auf zwei Klassen verteilt).  Alle Unterrichtsstunden sind doppelt besetzt.
Das gemeinsame Lernen am gleichen Gegenstand hat Priorität im integrativen Unterricht.  Besonders bei den gb Schülern ist im Sinne einer individuellen Förderung eine ziel- und themendifferente Unterrichtsgestaltung erforderlich.

Neu ist, dass ab 2010 die Jahrgänge 5 und 6 an den Grundschulen geführt werden, die dann Primarschulen heißen.
Meine Schule wird also zwei Sozialpädagogen und einen Sonderpädagogen abgeben müssen.
Nicht schön, aber für alle Beteiligten zu verkraften.
Ungleich härter trifft es die Integrationsschüler. Bei uns wird es nur noch vier I-Klassen geben.
Die wenigen Schüler mit Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung vereinsamen. Meist findet sich nur ein Schüler mit dieser Behinderungsform in einer Klasse. Und auch das nur in wenigen Jahrgängen: in diesem Schuljahr in den Klassen 7 (ein Mädchen) und 9 (zwei Mädchen). Die Entwicklungschere zwischen diesen Schülern und ihren nicht behinderten Mitschülern geht zunehmend auseinander.  Sie haben wenig Chancen, mit Gleichdenkenden in Kommunikation zu treten. Das trifft teilweise auch auf die Förderschüler zu. Wir haben besondere Projekte wie ein Café, einen Freizeitclub und Mittagspausenangebote für Integrationsschüler gegründet, damit die Schüler auch jahrgangsübergreifend Kontakte finden. Dennoch bleibt das spezielle Probleme der Schüler mit einer geistigen Behinderung eine große Herausforderung. Wir müssen neue, kreative Lösungen suchen, um ihre Situation zu verbessern.

Wenn es etwas Neues gibt, melde ich mich.  Für Ideen  und Tipps bin ich dankbare Abnehmerin!

Aurelia

Instagram

follow gpaed.de on instagram

Kommentare

Cart (0)

  • Your cart is empty.
Bleiben wir in Kontakt?

Hol’ dir den kostenlosen Newsletter der G-Community inklusive Lehrer-Starter-Kit!

Natürlich kannst du dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden!

mehr Info zum Newsletter >>

Wir fünf sind hier für die Einhaltung der Regeln zuständig. Wir möchten dich darauf hinweisen, dass diese Website Cookies für den Login, schnellere Ladezeiten, zum Schutz vor Bots und für Popups verwendet. Nutzt du die Website weiter, gehen wir von deinem Einverständnis aus.