Heute ist ein schöner Tag – Geschichte schreiben
Die Unterrichtseinheit „Heute ist ein schöner Tag!?“ verknüpft den Kompetenzbereich Schreiben des Faches Deutsch an der Förderschule geistige Entwicklung und mit der Förderung emotional-sozialer Kompetenzen (ESE). Im Mittelpunkt steht der prozesshafte Schreibunterricht, der die Schüler*innen dazu befähigt, eigene Ideen zu planen, schriftlich umzusetzen und zu überarbeiten.
Ausgangspunkt ist der inklusive Schreibwettbewerb „Heute ist ein schöner Tag!?“ des Geest-Verlags, der den Lernenden eine authentische Schreibanlass bietet. Durch die reale Veröffentlichungsperspektive wird Motivation und Sinnhaftigkeit geschaffen: Schreiben erhält einen erkennbaren Zweck und adressiert ein echtes Publikum.
Fachlich basiert die Einheit auf den Fachanforderungen Deutsch (SH 2024) und orientiert sich an den Teilkompetenzen des Bereichs Texte planen – schreiben – überarbeiten. Die Schüler*innen lernen, Schreibideen zu entwickeln, eine einfache Erzählstruktur (Einleitung – Hauptteil – Schluss) zu gestalten, sprachliche Mittel gezielt einzusetzen und mithilfe von Haltestellen- und Checklistenverfahren ihre Texte eigenständig zu überprüfen.
Didaktisch steht die Schreibprozessdidaktik im Zentrum: Der Unterricht führt schrittweise von der Ideenfindung über die Gliederung und den Entwurf bis zur Revision. Differenzierung erfolgt sowohl über den Schreibanlass (freie, gelenkte oder unterstützte Themenwahl) als auch über vielfältige Hilfsmittel wie Cluster, Satzanfangs-Karten, Symbolunterstützung oder digitale Textproduktion. So können auch Schüler*innen mit eingeschränkter Schriftsprachkompetenz aktiv am Schreibprozess teilhaben.
Fachrichtungsbezogen verfolgt die Einheit das Ziel, Selbststeuerung und Reflexionsfähigkeit zu fördern. Durch die Haltestellenarbeit erfahren die Schüler*innen, wie sie ihr eigenes Tun kontrollieren und Fehler als Lernchance begreifen können. Die „Drei-Finger-Methode“ und visuelle Checklisten strukturieren das Hilfeverhalten und unterstützen die Entwicklung von Impulskontrolle und Selbstwirksamkeit. Damit verbindet die Einheit sprachlich-kognitive Förderung mit sozial-emotionalem Lernen (vgl. CASEL-Modell, KMK 2024).
Die Verbindung beider Perspektiven, sprachlicher Kompetenzaufbau und emotionale Selbstregulation, macht die Einheit besonders wirksam für heterogene Lerngruppen an Förderschulen. Schreiben wird als aktiver, kreativer und sozialer Prozess erfahrbar, der Selbstbewusstsein, Ausdrucksfähigkeit und Selbstständigkeit stärkt.






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