lehrermangel • Verbesserung der Einstellungssituation in Bayern

Verbesserung der Einstellungssituation in Bayern

in Politik on 01.02.09
lehrermangel
Foto: marqs / Quelle: Photocase

Liebe Mitleidende mit befristeten Verträgen und mögliche Unterstützer,

es folgt keine Predigt, sondern ein Aufruf. Wie ihr alle wisst stellt sich die Einstellungssituation im Förderschulwesen in Bayern zur Zeit mehr als unbefriedigend dar. Trotz großem Bedarf an allen in Bayern ausgebildeten Sonderschullehrern sind die Einstellungsnoten so hoch wie nie, es werden in großem Rahmen befristete Einjahresverträge verteilt, ein Teil der jungen Kollegen erhält unbefristete Angestelltenverträge und nur noch ein sehr kleiner Teil Planstellen. Zum Halbjahr suchen nun die Regierungen wieder händeringend nach Sonderschullehrer, die aber nicht vorhanden, da im Einsatz, sind. Es ist nicht nachvollziehbar, warum mit den jungen Kollegen derart umgegangen wird. Außerdem ergeben sich daraus weitreichende Konsequenzen sowohl für die Schüler, die Eltern, die Kollegien und die Schulen selbst. (mehr Infos hier)

Bayern steht zwar in der Pisa-Studie nicht schlecht da, was unser Kultusminister Spaenle auch wiederholt betont. (Hier kann man seinen Vortrag zum Thema Qualität und Gerechtigkeit – Thesen zu Bildung und Politik vom 28.01.09 lesen oder im mp3-Format anhören – ich war dabei 😉 ) Leider sieht es dagegen im Bereich der Förderschulen im nationalen Vergleich ganz anders aus. Bayern belegt laut KMK-Untersuchung in den Bereichen Klassengröße und Lehrerstunden pro Schüler deutschlandweit nur den letzten Platz (KMK-Statistik). Es wäre dringend an der Zeit, da Bayern ja Thesen zu “Inclusion” oder “Gesamtschulen” strikt ablehnt, die Situation im Förderschulwesen wenigstens wieder dahinzubringen, wo sie schon einmal war. Verbesserte Arbeitsbedingungen sind dringend notwendig, damit verhindert werden kann, dass jedes Jahr immer mehr gut ausgebildete Sonderschullehrer aufgrund sichererer Perspektiven Bayern verlassen…

Jetzt stehen Mitte Februar die wichtigen Haushaltsdebatten und die Entscheidungen über den Haushalt auf der Tagesordnung des Landtages. Wie auch letztes Jahr sind betroffene Referendare, Junglehrer, Eltern und unterstützende Kollegen aufgerufen, ihre Meinung zu äußern und den Mitgliedern der Ausschüsse für Bildung, Jugend und Sport, Fragen des öffentlichen Rechts und Staatshaushalt und Finanzen die Situation darzulegen. Derjenige der am lautesten schreit bekommt in der Regel auch das Meiste (Zitat Mitglied des Landtages der nicht namentlich genannt werden soll). Leider schreien gerade die Sonderpädagogen in der Regel am wenigsten, wahrscheinlich weil sie es gewohnt sind, in schwierigen Situationen ihr Token-System einzusetzen 🙂

Wäre wirklich toll, wenn sich auch hier Kollegen beteiligen würden, denn auch für diejenigen, die bereits Planstellen oder unbefristete Verträge haben ist es nicht wirklich prickelnd, jedes Jahr einen Kollegen einzuarbeiten, diesen dann zu verabschieden und einen neuen zu begrüßen, um ihn wieder einarbeiten zu dürfen…Wir können jede Unterstützung gebrauchen!

Für mehr Informationen bitte hier klicken. Ihr findet da auch einen Handlungsplan, Entwürfe der Briefe zum downloaden und eine Email-Liste aller betreffenden Landtagsabgeordneten.

Vielen Dank!

Categories: Politik

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